Kunsthandwerk

Thomas Lerch benutzt als Gestaltungsmittel mehrere Techniken. Klare Glasrohlinge werden zunächst mit einer Schleifscheibe aufgerauht. Es wird dabei eine keramisch gebundene Schleifscheibe aus Siliziumcarbid benutzt.

WindlichtAls Schleifmaschine dient ein sogenanntes Kuglerwerkzeug. Es besteht im wesentlichen aus einer horizontal laufenden Welle, an dessen Ende eine Spindel zur Aufnahme der Schleifscheiben sitzt. Ein Drehstrom- motor dient als Antrieb, die Kraft wird über Keilriemen übertragen. Die rotierende Schleifscheibe wird ständig mit Wasser benetzt, das Glas wird also nass geschliffen.

Ab und zu muss das Schleifrad mit einer Eisenfeder aufgerauht werden. Die mattierten Gläser werden getrocknet, in einem zweiten Arbeitsgang wird nun Glasemaille auf die rauhmatt- weißen Gläser aufgetragen. Dazu werden Pinsel benutzt, die je nach Härte und Breite verschiedene Strukturen erzeugen. Die Farbe setzt sich in unterschiedlicher Tiefe in der rauhen Fläche fest - die Farben wirken dadurch weich, was den Gläsern ein aquarellartiges Aussehen verleiht. In einem Keramikbrennofen werden die Farben bei ca. 570 Gras eingebrannt.

Antike Techniken

GlasAuch antike Techniken des Glasschmelzens werden benutzt, um die einzigartigen Reliefglasbilder, Rankspieße und Glasschnecken zu produzieren. Dabei werden erst einmal Wachsabdrücke von z.B. Schnecken gemacht. Die Positive umgießt man mit einer Mischung aus Gips und Sand, nach dem Festwerden dreht man die Form um zieht den Wachsabdruck heraus.

Die Gipsformen trocknen jetzt, anschließend wird Glasgranulat in die feuerfeste Form gefüllt. Bei ca. 830 Grad schmilzt das Granulat in der Form, nimmt die Strukturen der Schnecke auf. Nach dem Abkühlen bricht man die Formen vorsichtig auf. Es erscheint die Glasschnecke, die zu guter Letzt an den Rändern mit dem Schleifstein gesäumt wird, um sich nicht zu verletzen. Windlichter

Windlichtschalen

GlasDie Schliffrillen bzw. Ornamente werden mit einem Keilschschnittrad geschliffen,anschließend wird Glasemaille in die Vertiefungen eingebracht.Nach dem Ofenbrand von 560 Grad wird die Schale an einem großen Siliziumcarbidrad mattiert.



Vasen

GlasDie Vasenrohlinge werden an der Schleifscheibe aufgerauht. Danach wird mit verschiedenen Pinseln Glasemaille aufgetragen.Die Farbe setzt sich in unterschiedlichen Tiefen der Glasoberfläche fest,was der Vase nach dem Ofenbrand weiche warme Farbtöne verleiht.





Windlichter

GlasDie Hohlgläser werden an einer Schleifscheibe mattiert,in einem zweiten Arbeitsgang wird Glasemaille mit verschieden Pinseln aufgetragen.Bei ca . 560 Grad werden die Gläser gebrannt. Die Windlichter bestechen durch leuchtende weiche Farben.



Schnecken und Muscheln

GlasVon Orginal Muscheln und Schnecken werden Wachsabdrücke erstellt.Nun wird eine Feuerfestform als Negativ gegossen,sie besteht aus Gips und Sand.Nach dem Trocknen werden die Formen mit zuerst farbigen Glas ,dann farblosen Glaskröseln bestückt.Im Keramikbrennofen werden die Formen mit dem Glas nun auf über 800 Grad erhitzt.Das Glas wird zähflüssig und nimmt die Strukturen der Muscheln und Schnecken auf.Nach dem Abkühlen werden die Formen aufgebrochen,sie sind nur einmal verwendbar.



Rankspieße

GlasDer Ammonit und die Schnecke sind die Motive der Rankspieße.Dazu werden Wachspositive hergestellt,um die nun eine Gips-Sand Mischung gegossen wird.Nach dem Festwerden und Trocknen werden nun Glas grösel in die Negative gefüllt.Im Ofen bei über 800 Grad schmilzt das Glas und nimmt die Struktur des Ammoniten bzw. der Schnecke an.Nach dem Abkühlen wird eine Nut am Rand eingeschliffen,das Glas wird in den Eisenspieß eingeklemmt.Der Spieß ist frostfest.